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Was macht eigentlich eine Texterin?

In meinem Bekanntenkreis gibt es unter anderem Lehrerinnen, Grafiker, Gärtner, Ingenieure und sogar eine Balletttänzerin. Doch wenn ich jemand Neues kennenlerne, verläuft das Gespräch oft so oder ähnlich:

 

„Was machen Sie denn beruflich?“
Ich bin Texterin für Werbung und PR.
„Aha. Dann gestalten Sie Flyer und Webseiten?“
Nicht direkt – ich schreibe die Texte dafür, oft erstelle ich auch das Konzept.

Aber ich entwerfe keine Layouts, das machen Grafiker.
„Dann schreiben Sie also nur Texte!?“

 

Sie schreiben also nur Texte?

Die wenigsten Menschen nehmen bewusst wahr, dass sie tagein, tagaus von Texten umgeben sind – auf Anzeigen, Plakaten oder Webseiten, in der Tages- oder Fachpresse. Alle diese Texte hat jemand verfasst. Dieser jemand könnte ich gewesen sein.

Welche Sorte Text darf es denn sein?

Wer mit Marketing zu tun hat, ist sich eher bewusst, dass Texte bei der Kommunikation von Produkten und Dienstleistungen eine Hauptrolle spielen. Und dass diese Texte zum Großteil professionell konzipiert und geschrieben werden.

 

Weil es jedoch so viele unterschiedliche Berufsgruppen mit Textbezug gibt, ist auch bei Gesprächen mit dieser Gruppe oft eine weitere Erklärung gefragt. Schließlich arbeiten textstarke Menschen in so unterschiedlichen Berufen wie Journalist, Autor, Blogger, Redakteur, Lektor, Ghostwriter oder Übersetzer. Auch wenn ich ab und zu blogge und bereits ein Buch veröffentlicht habe, würde ich mich nicht als Bloggerin oder Autorin bezeichnen. Was bin ich dann? Die Kurzfassung lautet „Texterin für Werbung und PR“. Die Erklärung folgt.

 

 

 

"Texte spielen bei der Kommunikation von

Produkten und Dienstleistungen

eine Hauptrolle"

Was machen Werbetexter?

Werbetexter, auch Copywriter genannt, arbeiten in Werbeagenturen, in größeren Unternehmen oder als Freiberufler (wie ich). Grundlage jedes ihrer Projekte ist ein „Briefing*“. Dabei handelt es sich um eine schriftliche oder mündliche Einweisung in die Aufgabe. Die kann konkret sein („Wir brauchen eine Imagebroschüre“) oder offen („Machen Sie meine Dienstleistung bekannter“). 

Oft ist der Texter daraufhin an der Erstellung des Konzepts beteiligt. Soll zum Beispiel eine Broschüre entstehen, so skizziert das Konzept deren Aufbau und Inhalt. Steht das Konzept, werden die Inhalte werblich formuliert oder in anschauliche Geschichten verpackt. Dabei muss der Werbetexter die Zielgruppe und ihre Wünsche im Blick haben.

Was machen Pressetexter oder PR-Redakteure?

Pressetexter oder PR-Redakteure finden sich in PR-Agenturen und Kommunikationsabteilungen. Oder sie arbeiten – wie ich – freiberuflich. Im Gegensatz zu Werbetexten sind Pressetexte nicht werblich formuliert, sondern informativ. Wie journalistische Nachrichten beantworten sie die sogenannten W-Fragen: Wer? Was? Wann? Wo? Wie? Warum? Woher? Anders als in der Schule gibt es keine Einleitung, die Nachricht kommt sofort auf den Punkt und geht erst danach auf die Details ein. So kann der Adressat – klassischerweise handelt es sich dabei um eine Zeitungsredaktion – den Artikel problemlos von hinten her kürzen.

Übrigens sind Pressemeldungen auch für kleine und mittlere Unternehmen ein günstiger Weg, die Öffentlichkeit zu informieren und in die Medien zu kommen.

 

 

"Im Gegensatz zu Werbetexten
sind Pressetexte nicht werblich formuliert,
sondern informativ"

 

 

Und was mache ich nun als Texterin?

Ich bin sowohl Werbetexterin als auch Pressetexterin. Doch der Begriff Texter umfasst für mich noch mehr: Kunden erhalten bei mir alle Arten von Texten, werblich, redaktionell oder sachlich. Dazu gehören auch Mailings, Messeeinladungen, Blogbeiträge, Checklisten oder Weihnachtskarten.

 

 

"Als Texterin verfasse ich alle Arten von Texten: werblich, redaktionell oder sachlich"

 


Kürzlich habe ich zum Beispiel für einen Hersteller hochwertiger Matratzen sowohl Info- und Werbetexte als auch Pressemitteilungen verfasst, über dieselben Produkte. In dem Fall tausche ich gedanklich meinen „Werberhut“ mit meiner „Redaktionskappe“. Das heißt, ich schreibe stilistisch verschiedenartige Texte über dasselbe Thema. Auch beim Texten gilt eben: Es tut gut, öfter mal den Blickwinkel zu wechseln.


 

"Öfter mal den Blickwinkel wechseln"

 

 

 

 

 

 

 

 

*Was ein Briefing genau ist (oder sein sollte) und wie ein Arbeitstag bei mir aussieht, davon erzähle ich bei einer anderen Gelegenheit.

 

Bilder: Peggy Wandel

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